Im Zusammenhang mit der Federer-Zwillingsgeburt spürte 20min.ch der Frage nach, ob für ein Bild der Federer-Babies ebensoviel Geld bezahlt würde, wie bei Brangelina und Co, bzw. wie sich die Presse verhält.
Im Artikel wird ein “Schweizer-Insider, Geschäftsführer einer grossen Zürcher Bildagentur” genannt, der der Meinung sei, das verhalte sich bei Federers nicht so. Gegen Ende des Artikels wird nochmal der “Insider” erwähnt: “Dass sich die Schweizer Presse mit ausgefahrenen Teleobjektiven vor der Zürcher Bethanien-Klinik auf die Lauer legt, um einen Blick auf die glückliche Mutter im Kindbett zu erhaschen, ist gemäss dem Insider wenig wahrscheinlich.” Was dann prompt vom Bild neben dem Artikel widerlegt wird…
Montag 13. Juli 2009 im SommerTalk von TeleZüri: Waldmensch Öff Öff und seine Jet-Set Freundin Vera Dillier treffen sich zum Essen. Vera probiert Öff Öff’s Leibspeise “Frittierte Heuschrecken” und Öff Öff schlabbert Vera’s Jet-Set Frass. Es wird über sibirische Plumpsklos, rohe Austern, geschwollene Gesichter und Ameisen geplaudert. Dann ruft Zuschauer Herr Krebs an und stellt die einzig wahre Frage:
Leider hat Moderatorin Patricia Zuber genau diese einzige wichtige Frage nicht verstanden. Schade eigentlich. Herr Krebs hatte sich wohl schon den ganzen Beitrag reingezogen. Falls Du das auch willst, hier gehts zum Archiv von TeleZüri: Sommertalk mit Öff Öff und Vera Dillier
Kürzlich flatterte meiner Frau eine Karte von Readers Digest ins Haus. Offenbar gehört sie zu den Auserwählten, die eine Chance auf den Gewinn von fantastischen 1′100′000 Franken haben. Wow! Das freut uns natürlich schon mal riesig. Laut der Karte stecke Readers Digest bereits eifrig in den Vorbereitungen, um den Gewinn auszuzahlen. Trotz dem ganzen Stress hat sich Ueli Frank, der Leiter des Preisvergabe-Büros, extra die Mühe genommen, meiner Frau schon mal persönlich die passenden Zugverbindungen herauszusuchen. Wow! Soviel Engagement! Soviel Fürsorge! So ökologisch, den Zug zu berücksichtigen! Dabei hat meine Frau doch noch fast gar nicht gewonnen.
Nun will ich mal sehen, wo sie im offenbar immer wahrscheinlicheren Falle ihres Gewinnes hin muss und welchen Zug sie nehmen soll. Schliesslich hat ihr der Ueli Frank doch extra “im SBB Fahrplan… …die günstigste Verbindung” herausgesucht. Ich drehe also die Karte um:
Häh? Ein Netzplan der ganzen Schweiz, von Genf bis St. Gallen, von Chiasso bis Basel? Extra für meine Frau hereusgesucht? Herr Ueli Frank, sind sie sicher, dass sie die richtige Seite aus dem Fahrplan kopiert haben? Wie soll meine Frau jetzt bloss den richtigen Zug erwischen?
Starmoderator Bill O’Reilly von FOX News schwärmte kürzlich von der Schweiz. Ihm scheint die Schweizer Umweltbilanz zu gefallen. Wie es sich für den rechtskonservativen Sender gehört, ist Bill aber natürlich vor allem von der restriktiven Einbürgerungs- und Ausländerpolitik der Schweiz begeistert.
Wie es dazu kam, dass Bill die Einwohnerzahlen während seines Beitrags von 7,5 Mio auf 12,5 Mio erhöhte, ist mir ein Rätsel. Eventuell hat das einfach System bei FOX. So wird alles ein bisschen grösser, besser, schneller und krasser.
Ich staune immer wieder über die Innovationskraft der europäischen Bundesbahnen. Kürzlich habe ich im Hauptbahnhof Zürich diesen Bahnwagen der ÖBB mit Inder-Kino entdeckt. Es scheint, dass die Österreicher erkannt haben, dass immer mehr indische Touristen mit der Bahn durch die Alpenländer fahren. Diesen will man natürlich auch etwas gepflegte Unterhaltung bieten.
Wir schlagen vor, dass man durch die richtige Filmauswahl nicht nur den indischen Kurgästen, sondern auch den einheimischen Pendlern etwas bietet. Das könnte zu grossartigen interkulturellen Begegnungen im Inder-Kino-Wagen führen. Damit den Bewohnern der Alpenländer der Einstieg genau so leicht fällt wie den indischen Gästen, könnte man das Programm mit solchen Filmen wie DREAMS anreichern:
Auch schon etwas älter, jedoch genau richtig um in der Saure-Gurken-Zeit nochmal aufgewärmt zu werden. Ausserdem wär es schade, wenn das Video nicht auf Beifang gezeigt würde.
Das Video, von Zuerich Tourismus laut Tagesanzeiger mit einem tiefen vierstelligen Betrag unterstützt, untermalt ein Lied von Arthur Horváth und findet sich auch auf der Webseite von Zürich Tourismus.
Zürich Tourismus wurde danach zum Teil kritisiert, dass sie kein einheimisches Musikschaffen gefördert haben. Wir finden aber, dass Zuerich Tourismus in diesem Fall vielleicht sogar besser darauf verzichtet hätte, einheimisches Videoschaffen zu finanzieren.