Militärpolizei – “Big Brother is watching you – NO CAMERAS” – 2009
Offsetdruck auf Papier
Das Werk “Big Brother is watching you – NO CAMERAS” der Werkgruppe “Militärpolizei” tarnt sich mit Begriffen (Militärpolizei) und Insignien (Schweizerkreuz) geschickt als Botschaft einer autoritären Macht, vermittelt aber mit der doppeldeutigen Aussage “Big Brother is watching you” ein postmodernes Unbehagen beim Betrachter.
Wer warnt hier vor dem Grossen Bruder und an wen richtet sich die Botschaft? Ist es vielleicht gar keine Warnung, sondern eine Drohung? Und kann die Aufforderung “NO CAMERAS” nicht auch als Kritik an einer Gesellschaft im digitalen Dokumentierwahn gelesen werden. Die Hölle, das sind Andern, mit ihren Handycams und Kompaktkameras. Also Überwachung gegen Kameras? Die Interpretation des Werkes wird dem Betrachter überlassen. Nach den eher schalen Arbeiten “Keine privaten Waffen im Militär” und “be cool – be clean”, beschreitet die Werkgruppe “Militärpolizei” einen angenehm doppelbödigen Weg.
Montag 13. Juli 2009 im SommerTalk von TeleZüri: Waldmensch Öff Öff und seine Jet-Set Freundin Vera Dillier treffen sich zum Essen. Vera probiert Öff Öff’s Leibspeise “Frittierte Heuschrecken” und Öff Öff schlabbert Vera’s Jet-Set Frass. Es wird über sibirische Plumpsklos, rohe Austern, geschwollene Gesichter und Ameisen geplaudert. Dann ruft Zuschauer Herr Krebs an und stellt die einzig wahre Frage:
Leider hat Moderatorin Patricia Zuber genau diese einzige wichtige Frage nicht verstanden. Schade eigentlich. Herr Krebs hatte sich wohl schon den ganzen Beitrag reingezogen. Falls Du das auch willst, hier gehts zum Archiv von TeleZüri: Sommertalk mit Öff Öff und Vera Dillier
Kürzlich flatterte meiner Frau eine Karte von Readers Digest ins Haus. Offenbar gehört sie zu den Auserwählten, die eine Chance auf den Gewinn von fantastischen 1′100′000 Franken haben. Wow! Das freut uns natürlich schon mal riesig. Laut der Karte stecke Readers Digest bereits eifrig in den Vorbereitungen, um den Gewinn auszuzahlen. Trotz dem ganzen Stress hat sich Ueli Frank, der Leiter des Preisvergabe-Büros, extra die Mühe genommen, meiner Frau schon mal persönlich die passenden Zugverbindungen herauszusuchen. Wow! Soviel Engagement! Soviel Fürsorge! So ökologisch, den Zug zu berücksichtigen! Dabei hat meine Frau doch noch fast gar nicht gewonnen.
Nun will ich mal sehen, wo sie im offenbar immer wahrscheinlicheren Falle ihres Gewinnes hin muss und welchen Zug sie nehmen soll. Schliesslich hat ihr der Ueli Frank doch extra “im SBB Fahrplan… …die günstigste Verbindung” herausgesucht. Ich drehe also die Karte um:
Häh? Ein Netzplan der ganzen Schweiz, von Genf bis St. Gallen, von Chiasso bis Basel? Extra für meine Frau hereusgesucht? Herr Ueli Frank, sind sie sicher, dass sie die richtige Seite aus dem Fahrplan kopiert haben? Wie soll meine Frau jetzt bloss den richtigen Zug erwischen?
Starmoderator Bill O’Reilly von FOX News schwärmte kürzlich von der Schweiz. Ihm scheint die Schweizer Umweltbilanz zu gefallen. Wie es sich für den rechtskonservativen Sender gehört, ist Bill aber natürlich vor allem von der restriktiven Einbürgerungs- und Ausländerpolitik der Schweiz begeistert.
Wie es dazu kam, dass Bill die Einwohnerzahlen während seines Beitrags von 7,5 Mio auf 12,5 Mio erhöhte, ist mir ein Rätsel. Eventuell hat das einfach System bei FOX. So wird alles ein bisschen grösser, besser, schneller und krasser.
Ich staune immer wieder über die Innovationskraft der europäischen Bundesbahnen. Kürzlich habe ich im Hauptbahnhof Zürich diesen Bahnwagen der ÖBB mit Inder-Kino entdeckt. Es scheint, dass die Österreicher erkannt haben, dass immer mehr indische Touristen mit der Bahn durch die Alpenländer fahren. Diesen will man natürlich auch etwas gepflegte Unterhaltung bieten.
Wir schlagen vor, dass man durch die richtige Filmauswahl nicht nur den indischen Kurgästen, sondern auch den einheimischen Pendlern etwas bietet. Das könnte zu grossartigen interkulturellen Begegnungen im Inder-Kino-Wagen führen. Damit den Bewohnern der Alpenländer der Einstieg genau so leicht fällt wie den indischen Gästen, könnte man das Programm mit solchen Filmen wie DREAMS anreichern:
Auch schon etwas älter, jedoch genau richtig um in der Saure-Gurken-Zeit nochmal aufgewärmt zu werden. Ausserdem wär es schade, wenn das Video nicht auf Beifang gezeigt würde.
Das Video, von Zuerich Tourismus laut Tagesanzeiger mit einem tiefen vierstelligen Betrag unterstützt, untermalt ein Lied von Arthur Horváth und findet sich auch auf der Webseite von Zürich Tourismus.
Zürich Tourismus wurde danach zum Teil kritisiert, dass sie kein einheimisches Musikschaffen gefördert haben. Wir finden aber, dass Zuerich Tourismus in diesem Fall vielleicht sogar besser darauf verzichtet hätte, einheimisches Videoschaffen zu finanzieren.
Während sich die Polizistinnen und Polizisten der Zürcher Kantonspolizei im Malen und Fotografieren üben, um die Ausstellung KapoArt ins Leben zu rufen, gehen ihre Kollegen von der St. Galler Kapo brav ihrer Pflicht nach, stehen frühmorgens auf, um Unfallstellen zu sichern und haben dennoch ein Auge fürs Künstlerische. Wie zum Beispiel die Polizistin oder der Polizist, der heute morgen Samstag 20. Juni 2009 an einen Selbstunfall in Bad Ragaz gerufen wurde und den Tatbestand in diesem gelungenen Foto festhielt:
Selbstunfall Bad Ragaz 20.06.2009 Kantonspolizei St. Gallen
Die unfallverursachende Person ist zur Zeit noch auf Fahrerflucht. Die ganze Meldung findet sich auf der Webseite der Kapo St. Gallen
Mobbing unter Schweizer Schülern ist ja schon so schlimm genug, aber wenn die Klasse dann schon einen Ausflug nach Berlin machen darf und wenn man dann auf dem Holocaust-Denkmal immer noch jedes vierte Gspänli mobbt, dann muss man schon sagen: Pfui, nichts gelernt! Das würde sogar Adolf Eichmann voll daneben finden!
Dabei hätte der Schreiber Rolf K. aus Winterthur doch ein einwandfreies Atom-U-Boot in der Garage, mit dem er sonst schon kaum ausfahren kann. Aber bis man wieder auf ihn hört, ist die Black Box, diese alte Holzkiste doch schon längst verrottet. Wieder erweist sich die dunkle Bruderschaft der Gralshüter als zu mächtig und die Geheimnisse der Schwarzen Kiste bleiben auf dem Grund des Ozeans. Aber bald wird Rolf K. auch so ein “Tracking System” haben…